Update 2: Vinny

Vinny hat eine böse Stomatitis, d.h. eine schlimme Entzündung der Mundschleimhaut. Das äußert sich in starken Schmerzen. Vinny fraß sehr schlecht bis gar nicht mehr und nahm leider auch in kurzer Zeit einiges ab. Nicht gut für einen Diabetiker in Remission….

Derzeit wird er mit Schmerzmitteln, einem Antibiotikum sowie Interferon behandelt. Mit Cortison wollen wir auf jeden Fall noch warten, weil das bei Diabetikern nicht gut ist.

Um ganz sicher zu gehen, was mit ihm los ist, fuhren Anne und Sonja (Vinnys ehemalige Pflegestelle) nach Bramsche zur Tierklinik Grussendorf.

vinny2

Dort wurde ein spezielles Zahnröntgen gemacht, um zu sehen ob noch Zahnreste im Kiefer sind, die vielleicht Probleme bereiten. Ergebnis: Negativ. Alles gut dort. Desweiteren wurden Abstriche und Zellproben entnommen, um sie auf Befall mit Bakterien bzw. Viren oder gar Tumore zu prüfen. Auch wieder negativ. Wir müssen also damit leben, dass Vinnys FIV-Infektion ihm zusetzt. Auf jeden Fall haben wir aber nun alles an Diagnose ausgereizt.

Vinny bekommt erst einmal weiterhin die eingangs erwähnte Kombination an Medikamenten. Soweit geht es ihm gut damit und er frisst auch brav.

Momentan ist unser Schatz in Urlaubspension bei Sonja, die ihn gerne wieder betreut.

Wohlfühlen tut er sich dort alle mal. 🙂

vinny

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Jamie in Not

Aktuell am 18.08.2016:

Vier Tage lang war Jamie stationär in der Tierarztpraxis untergebracht. Nach sechs Tagen hat sich die Verstopfung erst gelöst. Der kleine Wurm ist nun völlig erschöpft und hat ordentlich Durchfall aber wir sind glücklich, dass sie das alles mitgemacht und gut überstanden hat.

Jetzt heißt es, schnell den Durchfall in den Griff zu bekommen, damit sie wieder mit ihren Geschwistern spielen darf.

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Aktuell hat es die kleine 7 Wochenalte Jamie ganz schwer. Nachdem sie am 13.08. bereits zwei Mal wegen akuter Verstopfung beim Tierarzt war, mussten wir heute am Sonntag mit ihr in die Tierklinik Dr. Vick fahren.

Zum Glück zeigt das Röntgenbild “nur” Kot im Enddarm und nichts, was auf einen Tumor oder ähnliches deutet. Aber trotzdem: Sie bekommt ihren Darm einfach nicht entleert. Nun heißt es alle paar Stunden der Verdauung per Einlauf auf die Sprünge zu helfen und zu hoffen, dass sich das Ganze zügig in Bewegung setzt, damit sie wieder mit ihren Geschwistern toben kann.

jamie

Jamie stammt aus einer Stelle, wo die Katzenpopulation wegen fehlender Kastration komplett aus dem Ruder gelaufen ist. Wir hatten anfangs mit ca. 10 Kastrationen gerechnet, aber da kommen wir nicht mit hin. Allein drei Würfe haben wir bereits aufgenommen und päppeln sie nun, bis die Kleinen zur Vermittlung stehen. Die Kastrationsaktion wird noch eine Weile weitergehen.

 

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Update: Vinny

Nach einer aufwändigen Zahn-OP und vielen schlaflosen Nächten, die zur Einstellung Vinnys auf das richtige Futter, die richtige Futtermenge und vor allem die jeweils tagesaktuell passende Insulindosis notwendig waren können wir am 13. Juni verkünden, dass Vinny am 12. Juni ohne Insulin ausgekommen ist.

Hurrah!

Wir hoffen, dass sich dieser Zustand der Remission konstant einpendeln wird, so dass er kein Insulin mehr benötigt. Ganz großer Dank gebührt Sonja und Birgit, die über Wochen hinweg unermüdlich gekämpft haben.

vinny-update

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Kater Bob auf Umwegen

Wie so oft wurde uns eine Fundkatze gemeldet. Diesmal was es ein schwarzer Kater mit weißem Brustfleck, der im Scheideweg umher irrte. Routinemäßig stellen wir unsere Neuzugänge beim Tierarzt vor, welcher feststellte: Der Kater ist kastriert aber weder tätowiert noch gechipt. Klasse…. Wie soll man da den Halter ermitteln. Also wurde der Findling zunächst in einer Pflegestelle einquartiert.

Wenn ein Tier kastriert reinkommt, dann kann man davon ausgehen, dass es einen Halter hat. Und hoffen, dass dieser seine Katze vermisst. Also machen wir uns auf Recherche bei den gängigen Suchtierseiten: Tierheim Oldenburg als erste Adresse in Sachen entlaufener Tiere, TASSO, Katzensuchdienst und auch eBay-Kleinanzeigen und der Dienstagsanzeiger der NWZ sowieso. Alles leider ohne Erfolg und für uns unverständlich, weil wir hier einen total lieben und super zutraulichen Kater bei uns hatten.

bob

Rund 3 Wochen später kam dann Bewegung in den Fall. Die Finderin, welche uns kontaktiert hatte und auch sehr am Wohl des Fundkaters interessiert war, las bei Facebook eine Suchanzeige. Und siehe da – Bob wurde gesucht. Nun hatte der Gute auch einen Namen und obendrein ein Zuhause.

Was war passiert? Bob und seine Mutter wurden wegen des bevorstehenden Umzugs der Halterin privat in Pflege gegeben. Leider hatte keiner mit der Cleverness des Katers gerechnet, der ausbüxte und die Nachbarschaft erkundete bis er gefunden wurde.

DIe Halterin konnte ihr Glück kaum fassen, als wir uns bei ihr meldeten. Sie hatte sich darauf verlassen, dass die Pflegestelle sich gut kümmern und nach dem Kater suchen würde. Erst als sie selber die Suchanzeige ins Netz gestellt hatte tat sich was.

Was lernen wir aus der Geschichte?

  • Katzen müssen gekennzeichnet und registriert werden. Das geschieht mittels Tätowierung unter Narkose, am besten bei der Kastration. Oder mittel Chip, was jederzeit und auch ohne Narkose geht. Registriert werden die Tiere kostenlos bei TASSO. Bitte beim Umzug oder Halterwechsel an die Aktualisierung der Daten denken!
  • Nutzen Sie bitte nicht nur Facebook als Plattform für Such- bzw. Fundanzeigen. Hier in diesem Falle gab es ein gutes Ende. Für uns Tierschützer ist es allerdings immer mühsamer geworden die zahlreichen und immer mehr werdenden Seiten für Vermissten- bzw. Fundmeldungen zu überblicken. Erst Anlaufstelle sollte der örtliche Tierheim sein, dann lokale Organisationen, die lokale Presse und Aushänge vor Ort. Zusätzlich dann noch Facebook und eBay-Kleinanzeigen. Nicht jeder Tierfreund ist bei Facebook oder möchte geschlossenen Gruppen beitreten. Nicht jeder Tierfreund nutz Online-Medien regelmäßig.

 

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Vinny

Am 20.03.2016 bekamen wir eine vermeintlich tragende Fundkatze in die Pflegestelle gebracht. Das Tier lief bereits einige Tage laut schreiend bei der Finderin im Garten umher. In der Pflegestelle angekommen stellte sich heraus, dass es sich nicht um eine tragende Katze, sondern um einen sehr heruntergekommenen, unkastrierten Kater handelte.

vinny

Das Tier legte sich nach kurzer Inspektion der Räumlichkeiten seiner Pflegestelle sofort hin und war völlig erschöpft. Auffällig war, dass der Kater riesige Mengen Futter und Wasser vertilgte – er schien überhaupt kein Sättigungsgefühl zu haben. Der obligatorische Besuch beim Tierarzt brachte ans Licht, dass Vinny, so soll er ab sofort heißen, eine einzige große Baustelle ist, deren einzelne Sektionen man am besten in Listenform darstellen kann:

  • Flöhe
  • Zecken
  • Würmer
  • Haarlinge
  • Pilz
  • Fieber
  • übersäät mit Kampfverletzungen, weil (siehe nächster Punkt)
  • unkastriert
  • mindestens 6 Jahre alt – eher aber noch älter
  • sowohl fehlende als auch entzündete und abgebrochene Zähne
  • FIV-positiv („Katzenaids”)
  • und zu allem Überfluss leidet er an Diabetes

Dennoch: Vinny ist ein ganz ganz großer Schatz. Er ist dankbar über jede Form von Zuwendung und saugt jegliche Berührung förmlich in sich auf.

Am 23.03. wurde er zunächst einmal kastriert und seine Zähne wurden in Ordnung gebracht. Nun geht es weiter mit der Behandlung der einzelnen Parasiten und der Einstellung seines Diabetes. Zwei Mal am Tag bekommt er ab sofort seine Insulineinheiten gespritzt und wir hoffen, dass es ihm dadurch bald besser gehen wird. Erste Erfolge zeigen sich bereits darin, dass sich sein unbändiger Durst gelegt hat.

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Messe Mein Tier

Danke an alle Tierfreunde, die uns auf der Messe Mein Tier Anfang November besucht haben.

Es waren wieder zwei schöne Tage mit netten Gesprächen.

Danke ebenfalls an die Messeleitung, die uns erneut einen Stand gegeben hat!

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Inselkinder

Innerhalb von zwei Wochen erreichten uns Anrufe, dass auf der Insel Wangerooge muttlerlose Katzenkinder gefunden wurden.

Peddy, das kleine schwarze Katerkind, war ca. 8 Wochen alt als er aufgegriffen wurde. Er hatte sich im Westen der Insel mitten auf einen Fußweg gesetzt. Direkt vor Touristen mit drei großen Hunden. Sehr ungewöhnlich für eine wild geborene und ohne Menschenkontakt im Grüngürtel des westlichen Inselteils lebende Katze. Aber weniger ungewöhnlich für eine Katze, die dem Tod näher ist als dem Leben.

Peddy war stark unterernährt, dehydriert und auch deutlich unterkühlt als er am Festland ankam. Er wurde deshalb für vier Tage stationär beim Tierarzt untergebracht, wo er Infusionen erhielt und sich unter Rotlicht aufwämen konnte. Seine Chancen, die erste Nacht zu überleben lag bei 50:50……..

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Aufwärmen mit Wärmflasche und Decken bis zum Tierarztbesuch.

Umso erleichterter waren wir, als uns der Tierarzt am nächsten Tag mitteilte, dass der kleine Patient wohlauf sei und auch bereits fressen würde.

Einige Tage später zeigte sich allerdings, dass er einen eitrigen Abzess im Hinterbein hatte, welcher schon bis zum Lymphknoten gewandert war. Nun hieß es die Wunde zu spülen und zu desinfizieren.

Kaum war diese Baustelle behoben, fing der zarte Kater an erbärmlich zu husten – eine Folge von Verwurmung. Dem kleinen Kerl bleibt auch nichts erspart…..

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Aufbaufutter damit der Kleine zu Kräften kommt. Der Bauch ist noch dick von den Infusionen.

Vierzehn Tage nach Peddys Ankunft erreichte uns der nächste Hilferuf von der Insel: Ein ca. 9 Wochen altes Katzenkind war auf einen Baum geflüchtet. Nach dem Mähen eines Grünstreifens war es von Mutter und möglichen Geschwistern getrennt worden. Also fuhren wir erneut an die Küste und holten das zweite Inselkind ab.

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Gerade angekommen und noch skeptisch.

Der kleine Fritze befindet sich zum Glück in einem besseren Zustand als das schwarze Katzenkind. Er war ebenfalls unterkühlt und dünn, aber nicht lebensbedrohlich. Leider hat das neue Katerkind Giardien mitgebracht, welche Durchfall verursachen und leicht auf andere Katzen zu übertragen sind. Eine mehrfache Behandlung mit passenden Medikamenten und Kohlehydrat-freies Futter sind nun nötig.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für die tierärztliche Versorgung der beiden zur Zeit auf rund 500.- Euro.

Update am 18.11.2015:

Fritzi ist immer noch nicht ganz von den Giardien befreit. Dafür schmust er schon mit Erika von der Pflegestelle. Die anderen Katzen beäugt er neugierig. Leider gibt es noch keinen richtigen Kontakt bis Fritzi nicht ganz gesund ist.

Peddy hat das Herz seiner Pflegestelle erobert und auch das von Bagger-Kind Onno, der im Mai gerettet wurde. Er darf nun bei seinem großen Spielkumpel bleiben und guckt sich alles von ihm ab.

kater

 

 

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