Unsere Sorgenkinder – bitte unterstützen Sie uns

Tja, wo fangen wir an? Bei Milo, der von seinen Haltern zurückgelassen wurde und bei Tierschützern um Hilfe bettelte? Bei Blindi und Bobo, die als Senioren ihre Zuhause verloren? Oder bei Murka, die mit erst drei Jahren schon Nierenprobleme hat? Oder bei den vielen Katzenkindern, die in den letzten Wochen gesichert wurden?

Blindi (15)

Beginnen wir mit Blindi und Bobo. Beide Kater haben mit 15 Jahren ihr vertrautes Zuhause verloren und verstehen die Welt nicht mehr. Blindi hockt im Körbchen und trauert, während Bobo sich versteckt oder das Weite sucht.

Zum Glück sind die Laborbefunde der beiden Jungs gut, aber die Zähne müssen vor einer Vermittlung erst gründlich saniert werden, denn marode Zahnstubstanz geht früher oder später auf den ganzen Organismus und das wollen wir vermeiden.

Bobo (15)

Für die beiden Senioren ein schönes, ruhiges Zuhause zu finden wird nicht einfach werden. Die Menschen haben andere Sorgen, die Tierarztkosten gehen Mitte November rauf und wenn selbst schon die Vermittlung von Katzenkindern stockend verläuft – wer möchte da zwei alte Kater aufnehmen, von denen der eine (ja, richtig geraten – es ist Blindi) auf einem Auge nichts sieht?

Mit Murka stellen wir ein ganz besonderes “Überraschungspaket” vor: Die Halter der mit drei Jahren noch jungen Katze baten um Aufnahme des Tieres, da sie ins Ausland ziehen. Naja, denkt man sich, was kann da schon schiefgehen und setzt sich schon einmal mit potentiellen Interessenten in Verbindung. Eigentlich alles easy.

Murka hat CNI

Oder auch nicht. Denn es stellt sich raus, dass Murka verdächtig viel trinkt. Also muss ein Blutbild her und das ergibt: CNI, also Niereninsuffizienz. Und das bei einer so jungen Katze. Den Interessenten also wieder absagen und einen Termin zum Ultraschall sowie Blutdruckmessen vereinbaren. Blutdruck ist okay, aber das Nierenbecken zu breit. Also wird eine Urinuntersuchung durchgeführt, die zum Glück keine weiteren Baustellen zu Tage fördert. Man muss ja auch mal Glück haben… Dennoch: 315,- Euro sind allein für den Facharzt fällig geworden. Dem Halter war das egal. Er ist nicht mehr im Lande.

Wie geht es weiter? Wir suchen für Murka eine Pflegestelle oder noch besser ein Zuhause, dass die unglaublich freundliche und aufgeschlossene junge Katze mit Nierendiät versorgt sowie zuverlässig eine überschaubare Menge an Medikamenten gibt. Aktuell genügen Phosphatbinder und SUC. Mit gutem Management ist da noch viel Luft nach oben für die liebe Murka und wer immer diese tolle Katze aufnimmt.

Und dann ist da Milo! Die wandelnde Baustelle. Der Herzensbrecher. Der Liebste!

Einzigartig: Milo!

Es war einmal eine Tierschützerin, die freilebende Katzen zwecks Kastration einfangen wollte. Auf einmal kam ein schraddeliger Kater ohne Ohren auf sie zu und bettelte um Aufmerksamkeit, um Streicheleinheiten, um Liebe. Also fragte die gewiefte Tierschützerin herum und fand heraus, dass der liebe Kater von seinen Menschen einfach zurückgelassen worden war und sich schon Monate lang draußen herumschlug, wo er z.B. Gelbe Säcke aufriss, um etwas zu Essen zu finden.

Klar, dass das kein Zustand war, also wurde Milo gesichert. Und dann ging es erst richtig los. Milo roch gewöhnungsbedürftig und wurde geduscht. Was er in aller Seelenruhe genossen hat. Man wundert sich. Der Tierarzt Nummer 1 schlug die Hände über dem Kopf zusammen: tief schwarzer Dreck in den Ohren, abgemagert auf 3,3 Kilo, Blutbild dann doch wider Erwarten gar nicht so übel – bis auf Diabetes und Bauchspeicheldrüsenentzündung. Tierärztin Nummer 2 war ebenfalls entsetzt. Tierärztin Nummer 3, die beste Wahl in Sachen Zähne und Narkose für Risikopatienten, hatte so ein schlimmes Gebiss in ihrer langjährigen Tätigkeit noch nicht gesehen. Den Winter hätte er draußen in diesem Zustand nicht überlebt.

Und nun? Zum Glück durfte Milo, der auf ca. 17 Jahre geschätzt wird, erstmal bei Sonja unterkommen. Die ist erfahren was Diabetes betrifft und kennt sich auch mit den anderen Baustellen gut aus. Ein Ohne-Ohr-Kater war ihr allerdings auch noch nicht untergekommen und so stellte sich das so wichtige Blutzuckermessen doch als Herausforderung da: Wo kein Ohr, kein Ansatz zum Messen. Sonja hat das trotzdem hinbekommen und so wird Milo nun auf Insulin eingestellt. Wir hoffen, dass die umfassende Zahnsanierung hier noch einen Schub zum Besseren bringt.

Milo wickelt wirklich jeden um den Finger. Er ist unfassbar lieb, aufmerksam und dankbar. Er hat jede Chance verdient noch ein paar schöne, schmerzfreie Jahre zu haben.

Und dann sind da noch einige kleine Geister, die gefunden wurden und teils auch dringender Behandlung bedurften, wie etwas das kleine rote Kätzen, dessen Auge noch am Fundtag beim Notdienst versorgt werden musste.

Wir freuen uns über Spenden, die zur Deckung der Tierarztkosten beitragen. Wir stehen aktuell für die hier vorgestellten Tiere bei schätzungsweise 1050,- Euro. Milos Zahnsanierung mit angepasster Narkose und Dentalröntgen wird von der Praxis auf 800 – 1200,- Euro geschätzt, genaueres Wissen wir am 01. Dezember.

DANKE!

Katzenhilfe Oldenburg e.V.

IBAN: DE58280200501147612400

PayPal: info@katzenhilfe-oldenburg.de (nach Möglichkeit bitte als “Freund und Familie” senden, dann fallen für uns keine Gebühren an)

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