Grundkurs Katze – Was uns wichtig ist.

Grundkurs Katze

Wir möchten, dass Ihre Katze bestmöglich versorgt wird und ein langes, gesundes Leben hat.

Aus diesem Grund haben wir eine Übersicht zu den wichtigsten Aspekten der Katzenhaltung zusammengestellt. Die einzelnen Punkte werden nach und nach durch umfangreichere Informationen, Fotos und Links zu ausführlicheren Texten ergänzt werden.

Sollten Sie bereits jetzt Fragen zu einzelnen Punkten haben, nehmen Sie bitte mit uns per Mail Kontakt auf: info@katzenhilfe-oldenburg.de

Der Text ist als PDF downloadbar. Hier entlang!

Futter und Katzentoilette 

  1. Kein Trockenfutter – nur hochwertiges Nassfutter. Whiskas, Felix, Kitekat, Sheba, Gourmet sind keine hochwertigen Sorten. Hochwertig bedeutet ohne Zucker, ohne Getreide.
  1. Wasser nicht direkt neben dem Futter aufstellen. Napf täglich reinigen, da sich sonst ein schmieriger Bakterienfilm bildet.
  1. Futternäpfe täglich reinigen. Einweichen erleichtert die Reinigung.
  1. Näpfe aus Edelstahl oder Keramik verwenden. Plastiknäpfe speichern den Futtergeruch, enthalten Weichmacher und haben eine pröse Oberfläche, auf der sich Bakterien ansiedeln.
  1. Wasser und Futter nicht in der Nähe des Katzenklos platzieren.
  1. Katzentoilette ist ein Muss. Steht der Katze nur der Garten zur Verfügung kann man an den Ausscheidungen erkennbare Erkrankungen (Durchfall, Blut im Urin etc.) nicht erfassen.
  1. Haubentoiletten verhindern recht gut, dass Streu nach außen gelangt. Die Schwingklappe vor dem Eingang führt bei vielen Katzen dazu, dass sie das Klo verweigern. Die Klappe bitte rausnehmen. Katzentoiletten ohne Haube sind ebenfalls gut.
  1. Klumpstreu ist nicht klumpender vorzuziehen. Man entfernt nur die verschmutze Menge und füllt auf.
  1. Katzentoiletten täglich reinigen / schippen. Gründliche Komplettreinigung mit heißem Wasser alle 3-4 Wochen.
  1. Es gibt Katzen, die für ihr großes und ihr kleines Geschäft je 1 Katzenklo wünschen.

Erstausstattung 

  1. Mehrere Edelstahl- oder Keramiknäpfe für Futter und Wasser.
  1. Mindestens ein ausreichend großes Katzenklo. Besser noch je Katze eine Toilette und eine extra.
  1. Streu.
  1. Kratzmöbel. Der Kratzbaum sollte nicht zu klein und vor allem stabil sind.
  1. Spielzeug mit Schnüren nicht unbeaufsichtigt lassen.
  1. Hochwertiges Nassfutter ohne Zucker (manchmal „Karamell“) und ohne Getreide.
  1. Sichere Transportbox, s. Punkt 18.

Sicherheit

  1. Weidenkörbe, Taschen mit Netzeinsatz, Leinen, Geschirre oder gar Umzugskartons bzw. mit Kabelbindern zusammengehaltene Wäschekörbe sind keine sicheren Transportmittel. Gleiches gilt für den Transport der Katze auf dem Arm.
  1. Sichere Transporter sind aus festem Kunststoff oder ganz aus Metall bestehende Körbe. Türgitter und -verschluss sind idealerweise aus Metall. Ober- und Unterschale sind verschraubt. Der Transporter ist groß genug, dass sich eine erwachsene Katze darin austrecken kann.
  1. Lassen Sie keine Fenster auf Kipp stehen. Das Tier kann sich in dem Spalt schwer verletzten oder sich erdrosseln. Nutzen Sie Fenstersicherungen.
  1. Balkone gehören ausbruchsicher eingenetzt.
  1. Wohnungskatzen sind nur so lange Wohnungskatzen, wie sie nicht über den Balkon oder durch Fenster entwischen oder durch versehentlich nicht geschlossene Türen. Sie gehören daher auch kastriert, gekennzeichnet und registriert.
  1. Freigang erfolgt nach ausreichender Eingewöhnungszeit. Das sind normalerweise 6 Wochen. Bringen Sie dem Tier ein Signal bei, das positiv besetzt ist, damit es auf Abruf kommt. Zum Beispiel eignet sich das Klappern mit dem Napf oder einer Leckerlie-Dose.
  1. Freigang nur nach erfolgter Kastration (Katze wie auch Kater), Kennzeichnung und Registrierung bei TASSO oder Findefixx. In Oldenburg, dem Ammerland und zahlreichen Kommunen der Umgebung besteht schon seit vielen Jahren die Kastrationspflicht für Freigänger.
  1. Die Kennzeichnung durch Chip und Tätowierung ist die ideal Kombination.
  1. Halsbänder sind absolut tabu! Die Gefahr, dass sich die Katze stranguliert oder sich schwer verletzt ist enorm hoch.

Gesundheit 

  1. Katzen sind hinsichtlich der tierärztlichen Versorgung nicht billig. Bedenken Sie dies.
  1. Die Tiere müssen auf FIV und FelV (Lekose) getestet werden.
  1. Freigänger werden gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche und Leukose geimpft. Die Leukose-Impfung darf ausschließlich nach einem vorher erfolgten Test auf Leukose erfolgen und dann auch nur, wenn dieser Test negativausgefallen ist. Wird in ein ungetestetes und infiziertes Tier geimpft, bricht die Leukose aus.
  1. Die Kastration erfolgt mit 5 Monaten. Auch bei Tieren, die nur in der Wohnung gehalten werden.
  1. Der jährliche Besuch beim Tierarzt ist wichtig. Er dient der Früherkennung von Krankheiten durch den Fachmann.
  1. Bei Senioren ab ca. 10 Jahren sollten einmal im Jahr ein sog. geriatrisches Blutbild gemacht werden. Es dient der Früherkennung von Krankheiten. Es ist sehr ratsam dabei auch den sog. T4-Wert (Schilddrüsenwert) testen zu lassen!
  1. Zahnerkrankungen stellen ein großes Problem bei Katzen dar. Das bloße Anschauen der Maulhöhle oder das normale Röntgen können keinen vernünftigen Aufschluss über das wahre Ausmaß von Schädigungen geben. Digitales Dentalröntgen ist hier unerlässlich. Es kostet mehr als die gängige Diagnose, ist aber deutlich effektiver und gründlicher.
  2. Es ist völlig in Ordnung eine zweite Meinung einzuholen. Tierärzte sind im Großen und Ganzen Allgemeinmediziner und Allrounder. Für zahlreiche Krankheiten gibt es Fachärzte oder spezialisierte Ärzte, wie in der Humanmedizin.
  1. Nur weil die alte Katze frisst, bedeute das nicht, dass sie top fit ist. Dazu siehe Punkte 31 – 33.

Verhalten 

  1. Katzenwelpen werden nicht einzeln gehalten.
  1. Der Familienhund ersetzt dem Katzenkind nicht die artgerechte Gesellschaft.
  1. Der nur in Teilzeit berufstätige Halter ersetzt dem Katzenkind nicht die artgerechte Gesellschaft.
  1. Die alte Familienkatze ersetzt dem Katzenkind nicht die artgerechte und altersgemäße Gesellschaft.
  1. Ist die Katze unsauber müssen organische Ursachen durch den Tierarzt abgeklärt werden. Ebenso müssen Ursachen im häuslichen Umfeld geklärt werden. Keine Katze ist ohne Grund unsauber.
  1. Hände und Füße sind kein Spielzeug.

 

 

This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s