Ein Plädoyer zur Kastration.

Aus gegebenen Anlass verweisen wir erneut auf die dringende Notwendigkeit der Kastration.

Am 29.03.2019. bekam eine unserer Pflegestellen in Wiefelstede eine junge Katze gebracht, die bereits seit zwei Tagen vehement beim Finder um Einlass bat.

ankunft

Sally bei der Ankunft auf der Pflegestelle

Die kleine Maus schätzten wir auf ca. 6 Monate. Sie hatte diverse kleine Verletzungen, furchtbaren Hunger und verschlang Unmengen an Futter. Am 04.04. wurde sie zwecks Kastration dem Tierarzt vorgestellt. Leider stellte sich heraus, dass diese Katze – selbst noch ein Baby – bereits tragend war und somit zog Sally in eine Pflegestelle, die sich perfekt um die werdende Mutti kümmern konnte.

02 bauch

Sallys Bauch. Die Katze ist ansonsten noch zu klein und zart wie eine halbjährige.

Da sie noch viel zu jung und auch viel zu zierlich war, machten wir uns alle große Sorgen um Sally und ihre bevorstehende Geburt. Zum Glück liessen sich ihre Babys Zeit und sie konnte zumindest noch einiges an Gewicht zulegen.

Am 8.5.19 war es dann endlich so weit.

Um 23.45 bekam Sally ihre Wehen und kurz darauf kam das erste Kitten zur Welt. Knapp 45 Minuten später kam dann das zweite. Schon da war Sally ziemlich geschafft. Dennoch kamen immer wieder Wehen aber es ging einfach nicht weiter. Um 03.45 hatte sie dann wieder eine mächtige Presswehe. Es hörte sich an, als wäre eine gefüllter Ballon geplatzt und Sally maunzte laut. Dann wieder eine Presswehe und man sah ein Beinchen – dann Pause.

03 welpen

Sallys Jungs.

Wieder eine Wehe und da war der halbe Körper des Kitten zu sehen. Die Pflegemama musste schließlich helfen und das Kitten vorsichtig herausziehen. Leider war das Baby schon im Geburtskanal erstickt. Es war das größte Katzenkind und für Sally’s Geburtskanal einfach zu groß. Eigentlich dachte die Pflegestelle dann, es wäre vorbei aber um 05.30 kam noch mal eine Presswehe und es kam Kitten Nummer 4.

Sally war völlig fertig und die Pflegemama musste ihr die Kitten immer wieder anlegen da sie völlig überfordert war mit der ganzen Situation.

Ohne Anlegen an der Mutter ging es nicht.

Die ersten drei Tage musste die Pflegemama die Kitten zum Kot- und Urinabsatz animieren, da Sally es nicht machte. Aber war es ein Wunder? Nein – auch Sally ging es nicht gut. Sie hatte starke Schmerzen und mächtigen Durchfall nach den ganzen Strapazen der Geburt.

Aber mit Hilfe der Pflegemama haben wir das alles in den Griff bekommen ab dem dritten Tag ging es Sally wieder gut und sie hat mit der Sorge und Pflege ihrer Kitten begonnen. Nun ist sie eine vorbildliche Mama und macht alles eigenständig. Die Kitten wachsen gut, nehmen täglich zu, sind rund und gesund.

Warum beschreiben wir das so ausführlich?

Damit die Menschen endlich mal begreifen was passiert, wenn man seine Katzen nicht früh genug kastrieren lässt. Mit der Übernahme eines Tieres übernehmen wir auch die Sorgfaltspflicht.

Wäre Sally nicht gefunden worden, hätten sie und ihre Kitten es nicht geschafft und wären ohne Hilfe gestorben. Nicht jede Geburt verläuft problemlos. Nicht jeder Mensch ist eine erfahrene Pflegestelle, die mitten in der Nacht weiß, was zu tun ist.

05 rip

Run free…..

 

 

 

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