Kater Bob auf Umwegen

Wie so oft wurde uns eine Fundkatze gemeldet. Diesmal was es ein schwarzer Kater mit weißem Brustfleck, der im Scheideweg umher irrte. Routinemäßig stellen wir unsere Neuzugänge beim Tierarzt vor, welcher feststellte: Der Kater ist kastriert aber weder tätowiert noch gechipt. Klasse…. Wie soll man da den Halter ermitteln. Also wurde der Findling zunächst in einer Pflegestelle einquartiert.

Wenn ein Tier kastriert reinkommt, dann kann man davon ausgehen, dass es einen Halter hat. Und hoffen, dass dieser seine Katze vermisst. Also machen wir uns auf Recherche bei den gängigen Suchtierseiten: Tierheim Oldenburg als erste Adresse in Sachen entlaufener Tiere, TASSO, Katzensuchdienst und auch eBay-Kleinanzeigen und der Dienstagsanzeiger der NWZ sowieso. Alles leider ohne Erfolg und für uns unverständlich, weil wir hier einen total lieben und super zutraulichen Kater bei uns hatten.

bob

Rund 3 Wochen später kam dann Bewegung in den Fall. Die Finderin, welche uns kontaktiert hatte und auch sehr am Wohl des Fundkaters interessiert war, las bei Facebook eine Suchanzeige. Und siehe da – Bob wurde gesucht. Nun hatte der Gute auch einen Namen und obendrein ein Zuhause.

Was war passiert? Bob und seine Mutter wurden wegen des bevorstehenden Umzugs der Halterin privat in Pflege gegeben. Leider hatte keiner mit der Cleverness des Katers gerechnet, der ausbüxte und die Nachbarschaft erkundete bis er gefunden wurde.

DIe Halterin konnte ihr Glück kaum fassen, als wir uns bei ihr meldeten. Sie hatte sich darauf verlassen, dass die Pflegestelle sich gut kümmern und nach dem Kater suchen würde. Erst als sie selber die Suchanzeige ins Netz gestellt hatte tat sich was.

Was lernen wir aus der Geschichte?

  • Katzen müssen gekennzeichnet und registriert werden. Das geschieht mittels Tätowierung unter Narkose, am besten bei der Kastration. Oder mittel Chip, was jederzeit und auch ohne Narkose geht. Registriert werden die Tiere kostenlos bei TASSO. Bitte beim Umzug oder Halterwechsel an die Aktualisierung der Daten denken!
  • Nutzen Sie bitte nicht nur Facebook als Plattform für Such- bzw. Fundanzeigen. Hier in diesem Falle gab es ein gutes Ende. Für uns Tierschützer ist es allerdings immer mühsamer geworden die zahlreichen und immer mehr werdenden Seiten für Vermissten- bzw. Fundmeldungen zu überblicken. Erst Anlaufstelle sollte der örtliche Tierheim sein, dann lokale Organisationen, die lokale Presse und Aushänge vor Ort. Zusätzlich dann noch Facebook und eBay-Kleinanzeigen. Nicht jeder Tierfreund ist bei Facebook oder möchte geschlossenen Gruppen beitreten. Nicht jeder Tierfreund nutz Online-Medien regelmäßig.

 

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